Französische U-Boote für Australien | Aktuell Asien | DW

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  11 Feb 2019


Bei der Vertragsunterzeichnung in der australischen Hauptstadt Canberra bezeichnete Premierminister Scott Morrison die Bestellung der zwölf Kriegsschiffe als “sehr kühnen Plan und als wichtigen Teil von Australiens größter Friedensinvestition in die Verteidigung”.

Die Bestellung mit einem Gesamtwert von umgerechnet rund 31 Milliarden Euro ist das größte Rüstungsgeschäft in der Geschichte des Landes. Mit der neuen Flotte will Australien seine strategischen und wirtschaftlichen Interessen in der Asien-Pazifik-Region, die durch China und die USA dominiert wird, absichern.

Die Naval Group, die bei den ersten Verhandlungen noch unter dem Namen DCNS firmierte, hatte den Zuschlag für den Bau der U-Boote 2016 erhalten und sich damit gegen den deutschen Konkurrenten ThyssenKrupp und japanische Unternehmen durchgesetzt. Das erste U-Boot soll Anfang der 2030er-Jahre ausgeliefert werden, das letzte zirka 2050.

Frankreichs Verteidigungsministerin Florence Parly bezeichnete das Rüstungsgeschäft als Zeichen des “Vertrauens” zwischen beiden Ländern. Gebaut werden sollen die U-Boote in Australien.

Massive Investitionen

In den vergangenen Jahren hat Australien kontinuierlich sein militärisches Engagement in der Asien-Pazifik-Region ausgebaut. So wurden mehr als 200 Milliarden Dollar in die Verteidigung investiert. Mit dem Geld wurden unter anderem sechs Langstrecken-Spionagedrohnen aus den USA, zwölf Seepatrouillenschiffe und mehr als 200 Panzer aus deutscher Produktion sowie neun Marinefregatten aus Großbritannien bestellt.

Auch künftig will der Inselstaat seine Armee weiter ausbauen. So hat sich Australien verpflichtet, bis 2021 jährlich zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung auszugeben.

cgn/ww (afp, dpae, rtr)





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