Im vergangenen Jahr sind insgesamt 244,3 Millionen Passagiere von deutschen Flughäfen aus gestartet. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) mit. Im Vergleich zu 2017 bedeute das ein Plus von vier Prozent. Die Anzahl der Passagiere auf innereuropäischen Verbindungen wuchs demnach um fast sechs Prozent auf
154,5 Millionen. Flüge auf andere Kontinente nahmen um drei
Prozent auf 42,5 Millionen Reisende zu.

Ursprünglich war aufgrund der Insolvenz von Air Berlin 2017 mit sinkenden Passagierzahlen gerechnet worden. Die Pleite der deutschen Airline hatte laut ADV aber nur Auswirkungen auf den Luftverkehr und das Flugverhalten innerhalb Deutschlands. Hier gingen die Zahlen um 0,8 Prozent leicht zurück, weil sich die Lücke, die Air Berlin hinterlassen hatte, nicht ganz schließen ließ. Während in den anderen Segmenten ein harter Angebotswettbewerb herrscht, ließ die fehlende Konkurrenz auf einigen innerdeutschen Strecken dem Flughafenverband zufolge die Preise steigen. Reisende wichen deshalb auf Alternativen zum Fliegen aus.

Die Verlierer des vergangenen Jahres sind die beiden Lokalflughäfen Hahn und Weeze, die immer seltener von Billigfliegern wie Ryanair angesteuert werden. Die größten Airports in Frankfurt am Main und München sowie die meisten der 22 insgesamt Flughäfen konnten dagegen deutlich zulegen.