Umweltschäden verursachen ein Viertel der Todes- und Krankheitsfälle | ZEIT ONLINE

Umweltschäden verursachen ein Viertel der Todes- und Krankheitsfälle | ZEIT ONLINE

  15 Mar 2019


Ein Viertel der Erkrankungen und vorzeitigen Todesfälle weltweit werden durch Umweltverschmutzung und -zerstörung verursacht. Zu diesem Ergebnis kommt ein UN-Bericht. Luft- und Wasserverschmutzung sowie die fortschreitende Zerstörung von Ökosystemen beeinträchtigten demnach die Lebensräume von Milliarden von Menschen und verursachten große wirtschaftliche Schäden.

“Entweder wir verbessern den Umweltschutz drastisch oder Millionen von Menschen werden in Städten und Regionen in Asien, dem Nahen Osten und in Afrika bis Mitte des Jahrhunderts vorzeitig sterben”, heißt es in der Studie.

Gelänge es nicht, mehr Menschen Zugang zu günstigen Technologien der Abwasserreinigung zu ermöglichen, würden gegen Antibiotika resistente Infektionen bis zum Jahr 2050 weltweit die größte Todesursache sein. Zudem führten die Vermüllung der Ozeane durch Plastik, die Zerstückelung tierischer Lebensräume und die Luftverschmutzung zu einem “Massenaussterben von Arten”.

“Die Wissenschaft ist deutlich: Die Gesundheit und der Wohlstand der Menschheit ist direkt mit dem Zustand unserer Umwelt verbunden”, sagte die Leiterin des UN-Umweltprogramms, Joyce Msuya. Die Politik müsse sich nun für einen neuen Weg der nachhaltigen Entwicklung entscheiden.

Der Bericht ist nach eigenen Angaben die ausführlichste Umweltstudie der Vereinten Nationen der letzten fünf Jahre. Demnach arbeiteten 250 Wissenschaftlerinnen und Experten aus mehr als 70 Ländern daran. Er wurde im Rahmen der UN-Umweltkonferenz in Nairobi veröffentlicht.



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