Experten für autonomes Fahren: Volkswagen bekommt IT-Hilfe aus China

Experten für autonomes Fahren: Volkswagen bekommt IT-Hilfe aus China

  15 Apr 2019


“Wir sind in Gesprächen, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern zu vertiefen und zu verbreitern”, sagte VW-China-Chef Stephan Wöllenstein.

(Foto: picture alliance/dpa)

China ist eines der ersten Länder, in dem sich selbstfahrende Autos durchsetzen könnten. Auch Volkswagen werkelt derzeit an der Entwicklung des autonomen Fahrens. Für die notwendige IT setzen die Wolfsburger nun auf chinesische Programmierer.

Volkswagen setzt bei der Entwicklung selbstständig fahrender Autos auf Software-Experten aus China. Der Wolfsburger Autobauer will seine 4000 IT-Experten und Programmierer in China nutzen, um die nötige Software für Fahrer-Assistenzsysteme und andere Teile der globalen IT-Architektur für das autonome Fahren zu schreiben.

“Wir werden unsere Fähigkeiten ausbauen, in China für China zu entwickeln – und für bestimmte Technologien auch für den Rest der Welt”, sagte der Forschungs- und Entwicklungs-Chef für China, Sven Patuschka, in Shanghai. Während Autobauer anderswo händeringend nach IT-Fachleuten suchen, baut VW in China auf eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren in fünf Entwicklungszentren.

Die chinesische Regierung setzt selbst auf autonomes Fahren und Elektromobilität, um das Verkehrschaos in den Millionenstädten in den Griff zu bekommen und die Umweltprobleme zu lösen, und baut kräftig an der Infrastruktur dafür. Das Land dürfte daher eines der ersten sein, in denen sich selbstfahrende Autos durchsetzen. Forschung und Entwicklung der Marken VW und Audi in China sollen gebündelt werden. Dadurch sollten Synergien gehoben und die Effizienz erhöht werden, erklärte Volkswagen.

Bei der Entwicklung könnten auch die Zulieferer und Gemeinschaftsunternehmen mit FAW und JAC in China eine größere Rolle spielen. “Wir sind in Gesprächen, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern zu vertiefen und zu verbreitern”, sagte VW-China-Chef Stephan Wöllenstein. Ob sich damit die Mehrheitsverhältnisse der Joint Ventures ändern könnten, ließ er offen. Die spanische VW-Marke Seat etwa soll zusammen mit JAC eine zweite Produktfamilie von Elektro-Autos entwickeln.



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