Samsung Galaxy Fold: Deshalb versagt Klapp-Handy beim Test

Samsung Galaxy Fold: Deshalb versagt Klapp-Handy beim Test

  24 Apr 2019


Webwelt & Technik Galaxy Fold auseinander genommen

Die Einzelteile offenbaren Samsungs erstaunlichen Fehler

| Lesedauer: 2 Minuten

Die Reparaturexperten von iFixit staunten, wie viele Schwachstellen das Gehäuse offenbart

Die Reparaturexperten von iFixit staunten, wie viele Schwachstellen das Gehäuse offenbart

Quelle: dpa-tmn/Till Simon Nagel

Bei vielen Testern hat das Samsung Galaxy Fold im Alltag versagt. Noch vor dem Marktstart haben Reparaturexperten das Smartphone nun in seine Einzelteile zerlegt. Was sie finden, ist ein überraschender Konstruktionsfehler – in einem 2000-Euro-Gerät.

Den Elektronik-Reparaturexperten von iFixit ist es gelungen, ihre Hände und Schraubenzieher an ein Testgerät des neuen Samsung Galaxy Fold zu legen – und es noch vor dem offiziellen Marktstart auseinanderzunehmen. Eigentlich hatte Samsung geplant, das Gerät Ende April auf den Markt zu bringen – doch der Konzern musste den Start vergangene Woche auf unbestimmte Zeit verschieben.

Der Grund: Diverse Testgeräte hatten bei Journalisten und Influencern bereits nach wenigen Tagen Gebrauch Defekte am Bildschirm gezeigt. Die Klapptelefone hielten augenscheinlich dem Einsatz im Alltag nicht stand. Nun will Samsung herausfinden, woran das lag – und erst danach, irgendwann in den kommenden Wochen, einen neuen Starttermin nennen.

Die Reparaturgurus von iFixit wollen nun bereits eine Ursache für die Ausfälle gefunden haben. Sie haben ein Testgerät aus ungenannter Quelle komplett zerlegt und dabei diverse Schwächen gefunden.

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Das große Problem des Galaxy Fold ist demnach das Scharnier zwischen den beiden Gehäusehälften. Der Mechanismus ist nur unzureichend gegen den Staub und Dreck abgeschirmt, der dem Telefon im Alltagseinsatz in der Hosentasche begegnet. Die iFixit-Bastler vermuten, das solche Fremdkörper im Scharnier das Display beim Zuklappen zerstören können – ein erstaunlicher Konstruktionsfehler für ein 2000-Euro-Gerät.

Teure Reparaturen scheinen unausweichlich

Sollte die These stimmen, dann scheint Samsung das Gerät zwar im Labor, jedoch nicht ausreichend im Alltag getestet zu haben. Auch die Schutzfolie über dem Display sei nicht ausreichend stabil und zudem nicht ganz bis zum Rand gezogen – es sei, so schreibt iFixit, wenig verwunderlich, dass Tester diese Folie abgezogen hätten, was ebenfalls zum Tod des biegsamen Bildschirms führte.

Der mangelhafte Schutz des Displays vor mechanischen Beschädigungen führe, so das Expertenurteil, fast zwangsläufig zu einem Display-Schaden – eine teure Reparatur ist dann unausweichlich.

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The Samsung Galaxy Fold smartphone is seen during a media preview event in London, Tuesday April 16, 2019. Samsung is hoping the innovation of smartphones with folding screens reinvigorates the market. (AP Photo/Kelvin Chan)

Die Experten staunten, wie viele Öffnungen und Schwachstellen das Doppelgehäuse zeigte – zum Teil reichte lediglich leichtes Erwärmen aus, um etwa den Gehäusedeckel abzuheben. Wasser- und staubdicht ist das Galaxy Fold definitiv nicht.

Insgesamt gesteht iFixit dem Gerät nur zwei von zehn Punkten auf der hauseigenen Reparaturskala zu und kommt zu dem Fazit: Das Gerät ist so zerbrechlich konstruiert, dass teure Reparaturen innerhalb der üblichen Lebensdauer unausweichlich erscheinen. Zumindest die Empfindlichkeit gegenüber Staub und Fremdkörpern jedoch könnte Samsung vielleicht durch den Einsatz von flexiblen Dichtungen etwa aus Schaummaterial lösen, raten die Experten.



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