Angela Merkel sorgt sich um den ökonomischen Erfolg Europas

Angela Merkel sorgt sich um den ökonomischen Erfolg Europas

  15 May 2019


Deutschland Merkel über Europas Krisen

„Man kommt besser klar, wenn man sich konsequent auf Veränderungen einstellt“

| Lesedauer: 2 Minuten

Kurz vor der Europawahl spricht die Bundeskanzlerin über die Krisen der vergangen Jahre. Man müsse sich auf Veränderungen einstellen und vorsorgen

Kurz vor der Europawahl spricht die Bundeskanzlerin über die Krisen der vergangen Jahre. Man müsse sich auf Veränderungen einstellen und vorsorgen

Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Euro, Migration, Brexit: In einem Interview blickt Angela Merkel auf die Krisen Europas der vergangenen Jahre zurück. Am meisten sorge sie der ökonomische Erfolg des Kontinents, sagte die Bundeskanzlerin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt mit dem Blick auf die vergangenen Jahre, dass es gut sei, sich auf Veränderungen einzustellen und auf sie vorzubereiten. Auf die Frage, was sie aus der Flüchtlings- und Eurokrise sowie aus dem Brexit lerne, sagte sie im Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“: „Dass man besser klarkommt, wenn man vorsorgt und wenn sich ein Land politisch konsequent auf Veränderungen einstellt.“

Die Euro- und die Migrationskrise seien an die an die Substanz gegangen. Zwar sei die Einführungs des Euros und der Schengenraum „richtig und wichtig“ gewesen. „Doch es hat sich herausgestellt, dass sie gegen Anfechtungen und Stürme nicht ausreichend gewappnet waren. Beim Euro sind wir besser geworden. Bei Schengen sind wir noch nicht über den Berg“, sagte die Kanzlerin.

Dennoch verteidigte Merkel den Kurs, den sie bei beiden Themen gehalten hatte. „Hätten wir in der Euro-Krise und in der Flüchtlingskrise nicht oder ganz anders gehandelt, hätte das meiner Meinung nach sehr viel schlimmere Folgen als manche Probleme heute gehabt.“ Wenn weltweit knapp 70 Millionen Menschen auf der Flucht seien, dann sei es nachvollziehbar gewesen, „dass sich Europa mit gut einer Million davon befassen muss“.

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German Chancellor Angela Merkel, center, and the President of France Emmanuel Macron talks to each other during a meeting of Balkan leaders at the chancellery in Berlin, Monday, April 29, 2019. German Chancellor Angela Merkel and French President Emmanuel Macron are hosting the meeting to restart deadlocked talks between Serbia and Kosovo. (AP Photo/Markus Schreiber)

Mit Blick auf das Artensterben kritisierte sie eine fehlende politische Konsequenz auf globaler Ebene. Bereits in ihrer Zeit als Umweltministerin in den 1990ern sei das meiste über das Artensterben bekannt gewesen. „Nun bricht es einem das Herz, wenn man sieht, dass sich die Situation in so vielen Punkten weiter verschlechtert hat.“

Entscheidend für die Handlungsfähigkeit sei der ökonomische Erfolg, da liege ihre „größte Sorge“.  In den vergangenen 500 Jahren seien viele der „wichtigsten Erfindungen aus Europa gekommen“. „Das ist nun schon seit geraumer Zeit nicht mehr so. Das muss uns umtreiben“, so Merkel. Ohne „materielle Grundlagen“ könne man weder die sozialen noch die ökologische Ansprüchen erfüllen.



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